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WM AG Newsletter 2/2018 – Österreich mit neuen Photovoltaik-Fördertarifen / 2018: Modulpreise runter und Weltmarkt rauf

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Newsletter 02/2018

08. Jänner 2018

Österreich mit neuen Photovoltaik-Fördertarifen / 2018: Modulpreise runter und Weltmarkt rauf

 

Sehr geehrte Damen und Herren!

Seit Ende Dezember 207 steht in Österreich die Höhe des Einspeisetarifs fest. 7,91 Cent pro Kilowattstunde erhalten Hausbesitzer für Photovoltaik-Anlagen in 2018, plus einem einmaligen Investitionszuschuss von 250 Euro pro kWp.

Die Chance für die Förderung steigt dabei mit der Höhe des Eigenversorgungsanteils. Wer die Förderung trotzdem verpasst, für den gibt es noch einen Investitionszuschuss für Photovoltaik-Anlagen und Speicher.

Österreich hat zum Jahresende die Höhe seiner künftigen Fördertarife bekanntgegeben. Demnach erhalten Anlagen an oder auf Gebäuden mit einer Leistung zwischen fünf und 200 Kilowatt einen Eispeisetarif von 7,91 Cent pro Kilowattstunde bei Antragstellung und Vertragsabschluss im Jahr 2018. Hinzu kommt einmalig ein Investitionszuschuss von 250 Euro pro kWp. Im Jahr darauf sinkt die Förderung auf 7,67 Cent pro Kilowattstunde. Die Tarife gelten in Österreich nach Vertragsabschluss für 13 Jahre, insgesamt acht Millionen Euro stellt der Staat dafür jährlich bereit.

Ab 9. Januar 2018 um 17 Uhr bis 16. Januar können Hausbesitzer die Förderung in Österreich für 2018 beantragen. Dabei werden die Anträge nach der Höhe des bei der Antragstellung angegebenen Eigenversorgungsanteils gereiht, bei gleichem Rang entscheidet der Zeitpunkt der Antragstellung. Sollten die Photovoltaik-Anlagenbetreiber später mehr einspeisen als ursprünglich angegeben, dann erhielten sie für das „Mehr“ nur noch den Marktpreis. Laut Photovoltaik Austria lag dieser im vierten Quartal 2017 bei etwa 3,6 Cent pro Kilowattstunde.

Neben dem Einspeisetarif gewährt Österreich außerdem für Photovoltaik-Anlagen mit einem bis 500 Kilowatt Leistung einen Investitionszuschuss von 30 Prozent der Errichtungskosten, mit einem Maximalbetrag von 250 Euro pro Kilowatt. Österreich hat für den Investitionszuschuss insgesamt 15 Millionen Euro bereitgestellt, davon neun Millionen Euro für Photovoltaik-Anlagen und sechs Millionen Euro für Speicher. Anlagenbesitzer müssen dafür innerhalb von sechs Monaten nach Inbetriebnahme die Rechnungen bei der Ökostromabwicklungsstelle vorlegen. Bis dato gab es den Investitionszuschuss nur für kleine Anlagen bis fünf Kilowatt Leistung.

Förderanträge können ausschließlich online über die Homepage der Förderstelle OeMAG (www.oem-ag.at) gestellt 
        werden, Anträge über Fax, Post oder E-Mail sind nicht möglich.

Mehr Infos zur Förderung unter: http://www.pvaustria.at/novelle-oekostromgesetz/

IG WINDKRAFT: Ökostrom wird billiger im neuen Jahr

 

 

Die WM AG bietet Ihnen und Ihren Kunden folgende Möglichkeiten in den Zukunftsmarkt „Erneuerbare Energien“ zu investieren.

AL Energie Effizienz Handels GmbH

Segment: Energieeffizienz, Regelenergie, Energiebedarfsanlagen

Mindestbeteiligung: ab 2.500 Euro

Renditeerwartung; 6,7% p.a.

 

PV Plus Nachrangdarlehen 

Segment: Finanzierung von PV Anlagen

Mindestbeteiligung: ab 500 Euro bis max. 20.000 Euro je Investor

Renditeerwartung;  4% p.a. bei einer Laufzeit von 4 Quartalen

 

WM Neue Energie Sachwert Fund

Segment: Photovoltaik, Wasserkraft, Windkraft, Energieeffizienz

Mindestbeteiligung: ab 200.000 Euro bzw. Zweitmarktangebote 

Renditeerwartung; 5% - 7% p.a.

 

WM Neue Energien Sachwert Polizze

Segment: Photovoltaik, Wasserkraft, Windkraft, Energieeffizienz

Mindestbeteiligung: ab 2.500 Euro oder 50 Euro monatlich

Renditeerwartung; 5% - 7% p.a.

 

 

2018: Modulpreise runter und Weltmarkt rauf

2017 war gemessen an den weltweiten Zubauzahlen ein gutes Jahr für die Photovoltaik. Auch Investoren und im Solarkraftwerksbau tätige Firmen konnten sich meistens über niedrige Preise freuen.

So geht es auch 2018 weiter, liest man den letzten Report von Bloomberg New Energy Finance und die darin enthaltene Prognose. Er ist überschrieben mit dem Titel „Booming again“.

Für Investoren und EPCs dürften die Preise der wichtigste Parameter sein, den die Analysten erheben. Fragt man sie nach der Entwicklung der Modulpreise, hört man oft, man verlange den Blick in die Glaskugel. So richtig das kurzfristig sein mag – mittelfristig sind nahezu alle Experten davon überzeugt, dass es weitergeht wie seit 30 Jahren gehabt: nach unten.

Ein Blick auf die Grafiken von Bloomberg New Energy Finance verdeutlicht das. Zunächst der Zubau. Er liegt nach den Prognosen in 2018 zwischen 94 und 111 Gigawatt, in 2019 sogar zwischen 107 und 121 Gigawatt, nachdem in 2017 vermutlich zwischen 92 Gigawatt und 97 Gigawatt Solarleistung installiert wurden. “Während der Zubau in einigen europäische Märkten gesunken ist“, schreiben die Autoren des 4Q 2017 Global PV Market Outlook, „sind andere gewachsen und dabei aufzuholen, um die erneuerbaren Ziele für 2020 zu erreichen“. Sie sehen die Niederlande, Frankreich und Spanien als besonders aktive Märkte in Europa.  Von den absoluten Zubaumengen liegen in der Prognose wie in 2017 China, die USA und Indien vorne.

Der Zubau in China wird oft als schlecht absehbar angesehen und auch für 2017 hatten ihn viele Experten als zu gering angenommen. Das liege daran, dass er sich von den momentanen Förderbedingungen entkoppelt habe. Investoren hätten derzeit einfach das Vertrauen, dass die Anlagen auch irgendwie refinanziert würden. Die Überschrift des Reports ist übrigens „Booming again“.

 

Grafik 1

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Der Nachfrage stehen die Produktionskapazitäten gegenüber. Insgesamt gibt es kristalline Modulfertigungskapazitäten von rund 122 Gigawatt, so Jenny Chase, Leiterin des Bereichs Solaranalyse bei Bloomberg. In 2018 wird weiter zugebaut und sie sieht nicht, dass es wegen fehlender Modulfertigungskapazitäten zu Angebotsengpässen kommen würde.

Kritischer sei in diesem Zusammenhang die Versorgung mit Polysilizium. 2017 sei die Produktion im Vergleich zu 2016 um 13 Prozent auf 445.000 Tonnen gestiegen. Das sei ausreichend für Module mit einer Solarleistung von 97 Gigawatt. 2018 werden weitere Fabriken mit einer Kapazität von 167.000 Tonnen fertig gestellt. Die erwartete produzierte Menge reiche dann bei dem durchschnittlichen Siliziumverbrauch pro Watt Solarleistung für 118 Gigawatt, wobei schon abgezogen ist, dass 30.000 Tonnen in die Elektronikindustrie verkauft werden. Damit liegt die Polysiliziumproduktion zwar nur knapp über Bedarf, aber trotzdem gibt Jenny Chase auch hier Entwarnung.

Wenn es einen Mangel an Modulen geben wird und die Preise in Europa nicht dem Weltmarkt folgen sollten, wird das also eher daran liegen, dass für die in China hergestellten Module die Mindestimportpreise oder  hohe Zölle gelten. Rund 42 Gigawatt der Modulfertigungskapazität liegt außerhalb Chinas, allerdings ist die Produktion auch in ostasiatischen Ländern nach Experteneinschätzungen bis zu drei Cent pro Watt teurer als in China selbst. Damit dürfte es in Europa zumindest Module zu den jeweils geltenden Mindestimportpreisen geben, die wiederum sukzessive fallen. Liegen sie ab 1. Januar noch bei 34 Cent pro Wattpeak für Poly, werden sie ab ersten Juli auf 30 Cent pro Wattpeak fallen. Ob die Module noch deutlich günstiger werden, hängt sehr von der Nachfrage nach den verschiedenen Modultypen auf dem Weltmarkt ab (Vergleiche dazu auch den aktuellen Preisindex und die Antworten auf Fragen dazu in einem der letzten pv magazine Webinare). Für Einkäufer kleinerer Modulmengen liegen die Preise wie immer deutlich darüber. Außerdem, diese Erfahrung konnten auch etliche Einkäufer im Sommer 2017 machen, können Preise durch politisch getriebene Nachfrageschübe kurzzeitig wieder steigen.

Preise sinken langfristig weiter

Die niedrigen Preise dürfte nach den Bloomberg-Zahlen auch in der Produktion nachhaltig sein. Bereits in Q1 2017 lagen die Produktionskosten führender chinesischer Hersteller danach bei 32 bis 37 Dollar-Cents pro Watt (26,7 bis 30,9 Euro-Cents). Seitdem sind die Kosten weiter gefallen und mit einer angenommenen Marge von 10 Prozent seien im ersten Halbjahr Modulpreise von 33 Dollar-Cents pro Watt (27,5 Euro-Cents) möglich. Bloomberg hat auch die Kostenstruktur an sich analysiert und kommt ebenfalls auf Produktionskosten von 33,4 Dollar-Cent (28,7 Euro-Cents).

In der Solarbranche wird gerne mit der Preis-Erfahrungskurve argumentiert, bei der auf der y-Achse der Preis und auf der x-Achse die insgesamt produzierte Solarleistung aufgetragen ist. Allerdings gibt es unterschiedliche Methoden, wie diese Punktwolke extrapoliert wird. In der Preis-Erfahrungskurve, die Bloomberg benutzt, liegt der aktuelle Preispunkt nur unwesentlich unter dem danach erwarteten Wert (wobei streng genommen Kosten und nicht Preise aufgetragen werden müssten, nur diese sind schwerer zu erheben).

 

Grafik 2

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Auch technologisch lassen sich die weiteren Preis und Kostensenkungen nachvollziehen. Ein Beispiel: In den letzten Jahren haben viele Produzenten von monokristallinen Wafer die Technik umgestellt, mit der sie die Siliziumblöcke sägen. Heute kommt vor allem die Diamantdrahtsäge zum Einsatz, durch die die Sägeverluste durch den Spanloss im vergleich zu der früher eingesetzten Slurry-Technik deutlich reduziert werden. Bei polykristallinen Wafern bestand das Problem, dass sie mit Diamantdraht gesägt nicht mit den gängigen Methoden texturiert werden konnten.  Das hat dazu geführt, dass der Preisabstand monokristalliner Module zu polykristallinen Modulen geringer geworden ist. Jetzt stellen auch die Hersteller polykristalliner Wafer auf die neue Sägetechnik um und setzen zur Texturierung zum Beispiel auf die Black-Silicon-Technik, die zudem Effiienzvorteile verspricht. Daher werden die Preise polykristalliner Module im Vergleich zu monokristallinen Modulen sinken.

Die Preis-Erfahrungskurve und ihre Interpretation ist  Grundlage eines Szenarios von Bloomberg zu „Benchmark-Preisen“ für große Solarkraftwerke. Danach sinken die Modulkosten für das Segment „große Kraftwerke“ bis 2022 um weitere 20 Prozent auf rund 24 Cent pro Watt (siehe Grafik 2).

 

 

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